Unterhaltung
ccnXtett machen Musik für Mädchen
(06.02.12, 11:50 Uhr) Clueso, Tim Bendzko, Culcha Candela: Nur eine Band aus Osnabrück schafft es, diese Acts auf einer Bühne zu vereinen. ccnXtett machen seit März 2010 Musik für Mädchen. Die fünfköpfige Band covert auf charmante Art musikalisch alles, was ihnen selbst gut gefällt. Ihre Devise dabei: So wenig Top-40-Songs wie möglich. Stattdessen setzen sie auf deutsche Singer/Songwriter-Nummern.

Die 24- bis 30-jährigen Hobbymusiker haben sich durch Auftritte auf der Maiwoche sowie in diversen Osnabrücker Clubs und Kneipen mit ihrer Mädchenmusik einen Namen gemacht. „Als wir zu Anfang unseren Bekannten erzählt haben, was wir für Musik machen, kam oft die Reaktion, das sei ja Musik für Mädchen“, erzählt Christian Kleinau, Pianist und Sänger von ccnXtett über das Motto der Band. Und wirklich, zu ihren Gigs kommt tatsächlich immer viel weibliches Publikum.
Dabei sieht sich die Band als eine Art „Verkupplungsbüro auf der Bühne“, denn dank der einen oder anderen romantischen Nummer im Programm kann sich das Publikum während der Gigs von ccnXtett schon mal näher kommen. Während das Motto der Band selbsterklärend ist, bleibt der nur schwer auszusprechende Bandname für die meisten ein Mysterium. „Das bleibt unser Geheimnis“, meint Bassist Andreas Sindt verschmitzt. „Man muss ja auch nicht immer alles preisgeben“, fügt Christian Kleinau grinsend hinzu, der zwischendurch selbst Probleme hat, den eigenen Bandnamen richtig auszusprechen. Bei der Musikauswahl tun sich dagegen alle Bandmitglieder leichter. „Wir singen die Songs, die wir selbst mögen, das ist für uns die Hauptsache“, erklärt Drummer Hendrik Hahler.
Außerdem wollen sie mit ihrem Coverband-Konzept eine Lücke füllen. Einfach noch eine Top-40-Coverband zu sein kam für die fünf Ur-Osnabrücker nie infrage. Entsprechend stehen auch Songs auf ihrer Setliste, die nicht unbedingt die Spitzen der Hitparaden gerockt haben. Erlaubt ist, was gefällt und auf der Bühne Spaß macht, und was sich die Fans der Band auf ihrer Facebook-Seite wünschen. Mit „Chicago“ von Clueso fing alles an. Dieser Song darf deshalb auch auf keinem Konzert von ccnXtett fehlen. „Den müssen wir jetzt bis zum Ende immer spielen“, lacht Gitarrist Christian Rehers.
Langfristig können sich die Musiker von ccnXtett vorstellen, irgendwann auch eigene Stücke zu schreiben und zu produzieren. Dem steht momentan noch mangelnde Zeit und die Entfernung zwischen den Wohnorten der Bandmitglieder im Weg. Während die Mehrheit der Band in Osnabrück wohnt, lebt Christian Kleinau in Mainz. Dazu verbringen alle fünf viel Zeit mit ihren Jobs. „Deshalb proben wir auch verhältnismäßig wenig, meistens nur ein paar Mal, wenn wieder ein Auftritt ansteht“, gibt Sänger Nils Grage zu, der hauptberuflich ein Gartenbauunternehmen betreibt. Die Band freut sich auf ihre kommenden Gigs und hofft, auch 2012 wieder die Leute auf der Maiwoche begeistern zu können.
Mehr Infos zur Band gibt es hier.
Fotos: Katharina Leuck



